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Jahreslosung

Gedanken zur Jahreslosung 2019


Bild von Stefanie Bahlinger (Mössingen, www.verlagambirnbach.de) Birnbach Verlag

Suche Frieden und jage ihm nach
Gedanken zur Jahreslosung und zur Grafikcollage 2019

Friede ist kein Dauergast. Viele sehnen sich danach und scheitern doch daran, ihn zu leben.

Sehnsucht nach Frieden
Die diesjährige Jahreslosung findet sich im Psalm 34. David betet diese Wort auf der Flucht vor König Saul, der ihm voller Neid über seine Erfolge nach dem Leben trachtet. Unzufriedenheit, so zeigt sich nicht nur bei Saul, kann schnell zur Wurzel von Hass und Entzweiung, von Streit und Krieg werden. Damit sind wir schon mitten in der Bedeutung des alttestamentlichen Friedensbegriffs „Shalom“ angekommen: Friede als tiefe Sehnsucht nach einer heilen, unversehrten Welt, in der keine Gefahr mehr droht. Friede als unverbrüchliche Hoffnung auf ein gerechtes und Feindschaft überwindendes Miteinander der ganzen Schöpfung. Friede als Ruhe und Geborgenheit in Gott, als Verbundenheit mit Gott. All das bietet uns Jesus an, wenn er Frieden wünscht, genau das ist gemeint, wenn wir von ihm als Friedensfürst hören und reden. Jeder von uns trägt diese tiefe Sehnsucht und Hoffnung nach Frieden in sich. Doch auch jeder von uns weiss, wie zerbrechlich und flüchtig Frieden in unseren Leben ist. Wie oft sind der neidvolle Blick auf andere oder unterschwellige Sorgen, im Leben zu kurz zu kommen, Ursache für Streit und Auseinandersetzungen.
Friede – der Dauerbrenner
Friede ist definitiv ein Dauerthema, nicht erst heute, sondern schon zu biblischen Zeiten. Denn Friede ist nicht einfach da, er muss mit allen Kräften und Fähigkeiten gesucht werden, er will entdeckt und festgehalten werden. Er ist kein materielles Gut, sondern entsteht aus dem respekt – und rücksichtsvollen Umgang mit sich selbst, dem Nächsten und der Schöpfung.
Von Jörg Zink ist die folgende, kleine Geschichte überliefert: eine Gruppe von Kindern spielte auf einem Spielplatz ganz offensichtlich Krieg. Mit Stöcken und gellenden „Peng‐ Peng‐ Schreien“ rannten sie aufeinander los. Auch ganz Kleine waren dazwischen. Auf einer Parkbank, nicht weit von den Kindern saß ein alter Mann. Eine Zeit lang wirkte er sehr nachdenklich, dann ging er entschlossen auf die Gruppe zu und sagte bittend: „Spielt doch nicht Krieg, Kinder!“ Der bittende Klang der Männerstimme machte die Kinder betroffen. Sie zogen sich an eine Mauer zurück, berieten eine Weile miteinander, dann kamen sie wieder zu dem Mann, der immer noch dastand, als hoffe er auf etwas, und ein Kind fragte: „Wie spielt man Frieden?“

Frieden finden
Die Künstlerin Stefanie Bahlinger wählt für ihr Bild zu Jahreslosung das Kreuz als Zeichen des Friedens; den Ort, an dem Christus alle feindlichen Mächte besiegt hat, den Ort, an dem Gott mit uns Menschen und seiner ganzen Schöpfung Frieden geschlossen hat. Auf unserer ganz eigenen Suche nach gerechtem Frieden kommen wir am Kreuz nicht vorbei. Wie auch die vielen Menschen in der Grafik, die einander ohne trennende Mauern ganz nah sind. Sie geben einander Halt und leuchten in den Regenbogenfarben, die wie durch ein Prisma vom reinen Weiss des Kreuzes reflektiert werden. Da stören keine Unterschiede, auch nicht der Herkunft, angedeutet durch die aneinandergefügten Schriftfragmente des „Unser Vaters“ in verschiedenen Sprachen. „Suche Frieden und jage ihm nach!“ geht nur mit der Bereitschaft, die Blickrichtung zu wechseln und sich von Christus immer wieder neu ausrichten zu lassen. Frieden und Versöhnung allein aus uns selbst heraus zu leben, ist eine Überforderung. Wir haben aber das ständige Angebot, aus der ganz persönlichen Verbundenheit mit Gott, Frieden zu finden und dann auch Frieden stiften zu können, ein Stück vom Himmelreich, vom ewigen Shalom mitten unter uns sichtbar werden zu lassen.

Pfrn. Christa Nater

 
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Ökumenische Morgenfeier Freitag
Am 25.10.2019 um 10:00 Uhr
Pflegezentrum Rotacher, Pfr. Claudio Cimaschi
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Gottesdienst mit Goldener Konf und Gemeindemittagessen
Am 27.10.2019 um 10:00 Uhr
Kirche, Pfrn. Christa Nater
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Taizé ad-hoc-Chorprobe
Am 30.10.2019 um 20:00 Uhr
Kirche, Alexander Paine
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